Warum die Frage nach einer Freien Gesellschaft

aus dem Freie-Gesellschaft-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Bei der Beschäftigung mit solchen Fragen geht es uns nicht um einen „Bauplan“ für eine neue Gesellschaft – wir erwarten nicht, dass sich die künftigen „Bewohner“ einer solchen Gesellschaft unbedingt an unsere Antworten halten werden (die werden ihre eigenen Entscheidungen treffen). Vielmehr geht es darum, dass die in vorhandenen Vorstellungen typischen Lücken oft dazu führen, dass sich potenziell Interessierte an solchen Alternativ-Vorstellungen dann noch wieder enttäuscht abwenden.

Außerdem ist es notwendig, entsprechende Vorstellungen detailliert und kritisch zu betrachten, um potenziell Interessierten Entscheidungskriterien an die Hand zu geben. Wenn man nicht weiß, wie eine alternative Gesellschaft aussehen und funktionieren würde, kann man ja noch gar nicht beurteilen, ob man sie überhaupt will, ob man sie besser findet als das bestehende.

Nicht zuletzt ist es wichtig, positive, menschenfreundliche Vorstellungen einer besseren Gesellschaft zu entwickeln, die die Menschen so nimmt wie sie sind, und nicht versucht sie in ein bestimmtes Schema zu pressen. Es geht um Alternativen zum trostlosen und verlogenen TINA-Prinzip (“There is no alternative”) einerseits und der irreführenden und zumindest zu kurz gegriffenen Behauptung „Die Menschen müssen sich ändern, nicht die Verhältnisse“ (die neben religiösen und esoterischen Heilserwartungen auch vielen „alternativen“ Ansätzen zumindest unterschwellig zugrunde liegt) andererseits.